Die Qualität von Brennholz hängt nicht nur von der Holzart oder der Spaltung ab, sondern vor allem vom Feuchtigkeitsgehalt. Genau dieser bestimmt, wie leicht sich das Holz entzünden lässt, wie viel Wärme es abgibt und wie viel Ruß dabei entsteht.
Wichtig: halbtrocken bedeutet nicht „minderwertig“, sondern beschreibt lediglich eine Zwischenstufe der Trocknung. Brennholz mit einem Feuchtigkeitsgehalt von bis zu 20 % — egal ob natürlich oder im Trocknungsofen getrocknet — liefert ein zuverlässiges und effizientes Ergebnis.
In diesem Beitrag erklären wir klar und kompakt, worin sich halbtrocken von kammergetrocknet unterscheidet, warum dieser Unterschied für Sie wichtig ist, welches Holz zu Ihrer Situation passt, wie man die Feuchtigkeit richtig misst und lagert – und welche Produkte derzeit verfügbar sind.
Welche Brennholzarten gibt es auf dem Markt: Typen und Feuchtigkeitsgehalt
Frisch / roh. Gerade gefällt oder gespalten, mit einer Holzfeuchte von etwa 35–60 % oder mehr. Für Kamin und Ofen nur nach langer natürlicher Trocknung geeignet.
Halbtrocken / vorgelagert. Natürlich angetrocknet, typischer Feuchtebereich ca. 20–35 %. Vor dem Verbrennen oft noch auf ≤20 % zu bringen.
Lufttrocken. Unter einem Dach 12–24 Monate gelagert, Holzfeuchte etwa 18–22 %. Der genaue Wert hängt von Holzart, Jahreszeit und Lagerbedingungen ab.
Kammergetrocknet (kiln-dried). In einer Trockenkammer mit kontrollierter Temperatur und Belüftung behandelt. Meist 10–18 % Holzfeuchte und sofort einsatzbereit.
Warum es bei FreundeFeuer nur halbtrocken und kammergetrocknet gibt
In unserem Sortiment finden Sie bewusst nur zwei Holzarten: halbtrocken und kammergetrocknet. Damit decken wir die wichtigsten Bedürfnisse unserer Kunden ab: „sofort heizen“ oder „selbst optimal nachtrocknen“. Auf diese Weise können wir ein ehrliches Ergebnis garantieren und die Erwartungen zuverlässig erfüllen.
Warum wir kein Frisch / roh verkaufen:
Mit einer Holzfeuchte von 35–60 % oder mehr kaufen Sie praktisch Wasser im Holz. Solche Scheite liefern weniger Wärme, erzeugen mehr Rauch und verschmutzen Glas sowie Schornstein. Das führt fast immer zu Enttäuschungen: „gekauft – aber nicht heizbar“. Diesen Erfahrungen beugen wir bewusst vor.
Warum wir kein Lufttrocken als eigene Kategorie anbieten:
Der Feuchtigkeitsgehalt schwankt je nach Saison, Lagerort und Wetter, sodass stabile ≤20 % zum Zeitpunkt des Verkaufs kaum garantiert werden können. Auch beim Transport oder bei der Lagerung kann sich die Feuchte ändern – das Ergebnis wäre unzuverlässig.
Stattdessen setzen wir auf zwei klare und sichere Optionen:
- kammergetrocknet – sofort einsatzbereit (≈10–18 %),
- halbtrocken – mit klaren Empfehlungen, wie Sie es selbst auf ≤20 % bringen können.
Unsere Angebote
Wählen Sie das passende Format und bestellen Sie online:
Brennholz Buche, halbtrocken, 30-33 cm – Netzpalette
Brennholz Buche, halbtrocken, 30-33 cm – Standardpalette
Brennholz Buche, kammergetrocknet, 30-33 cm – Netzpalette
Brennholz Buche, kammergetrocknet, 30-33 cm – Regalpalette
Vergleich: Halbtrocken vs. Kammergetrocknet
| Kriterium | Halbtrocken (≈20–35 %) | Kammergetrocknet (≈10–18 %) |
|---|---|---|
| Start des Feuers | Kann mehr Anzünder erfordern | Schnell und stabil |
| Flammenstabilität | Abhängig von tatsächlicher Feuchte | Gleichmäßig, vorhersehbar |
| Sauberkeit von Glas/Schornstein | Mehr Ruß bei >20 % | Weniger Ruß, sauberes Glas |
| Lageranforderungen | Überdachung und Belüftung erforderlich | Trockener Platz ausreichend, 1–2 Wochen Akklimatisierung empfohlen |
| Wann geeignet | Wenn Lagerplatz/Zeit vorhanden, günstiger Einstieg | Stadt/Wohnung/HoReCa, sofort einsatzbereit |
| Ökologischer Aspekt | Trocknung durch Sonne und Wind (geringer Energieaufwand) | Kammertrocknung, oft mit Holzabfällen betrieben |
Wie wählen: von der Aufgabe zur Lösung
Die Grundregel ist einfach: Beide Varianten funktionieren zuverlässig, solange die Holzfeuchte ≤20 % beträgt. Der Unterschied liegt nur darin, wie und wann Sie diesen Wert erreichen – und ob für Sie eher Preis und Lagerraum oder Stabilität „hier und jetzt“ entscheidend sind.
Wann Halbtrocken sinnvoll ist:
- Sie planen den Einkauf in der Übergangszeit und haben Hof oder Unterstand, um das Holz natürlich nachtrocknen zu lassen.
- Sie bevorzugen einen niedrigeren Einstiegspreis und übernehmen die Kontrolle über die Lagerung.
- Sie haben ein Haus oder Lager und möchten Vorräte rechtzeitig für die Saison vorbereiten.
Wann Kammergetrocknet die bessere Wahl ist:
- Sie wohnen in der Stadt oder Wohnung, haben begrenzten Platz und möchten sofort heizen.
- Ihnen sind schneller Anbrand, sauberes Kaminsichtglas und weniger Schornsteinpflege wichtig.
- Sie haben professionelle Anforderungen (Restaurants, Hotels), bei denen Wiederholbarkeit und Vorhersagbarkeit entscheidend sind.
Wie man halbtrocken auf das „Ideal“ bringt und kammergetrocknet richtig lagert
Nachträgliches Trocknen und Lagern von Halbtrocken:
- Stapeln Sie das Holz auf Paletten oder Gittern, nicht direkt auf dem Boden – so ist die Belüftung von unten gesichert.
- Bauen Sie die Stapel mit kleinen Zwischenräumen, damit Luft zirkulieren kann; die Oberseite sollte mit Schiefer oder Plane abgedeckt sein (mit Abstand), die Seiten bleiben offen.
- Richten Sie den Lagerplatz nach Sonne und Wind aus.
- Richtwert in der warmen Jahreszeit: 2–6 Monate oder länger. Harthölzer (Buche, Eiche) trocknen langsamer als z. B. Birke.
Lagerung von Kammergetrocknet:
- Lagern Sie an einem trockenen, gut belüfteten Ort; vermeiden Sie luftdichte Folien, da Kondenswasser das Holz wieder befeuchten kann.
- In Wohnung oder Balkon eignen sich Holzregale mit Belüftung.
- Lassen Sie das Holz nach der Lieferung 1–2 Wochen „akklimatisieren“, bevor Sie es verwenden.
Für Pizza-, Restaurant- und Bäckereiöfen
Ziele: schneller Erreichen des Arbeitstemperaturbereichs von ca. 350–500 °C, gleichmäßige Glut, minimale Rauchentwicklung und ein reiner Geschmack der Speisen.
Empfehlungen:
- Optimale Holzfeuchte: 15–20 %.
- Geeignete Harthölzer: Buche, Eiche, Esche.
- Buche sorgt für gleichmäßige Glut und mildes Aroma – universell für Pizza und Brot.
- Eiche bietet höhere und länger anhaltende Hitze mit intensiverem Aroma.
- Nadelhölzer sind nicht empfehlenswert, da Harze übermäßigen Rauch und Beigeschmack erzeugen.
Betriebliche Hinweise:
- Lagern Sie den Tagesvorrat 24–48 Stunden in einem warmen, trockenen Bereich nahe dem Ofen – so gelingt der Anbrand schneller.
- Beachten Sie Hygiene- und HACCP-Vorgaben: Holz außerhalb der Lebensmittelzone lagern und nur unbehandeltes Holz verwenden.
- Einmal pro Woche Feuchtigkeit mit einem Holzfeuchtemessgerät kontrollieren und kurz im Qualitätsjournal dokumentieren.
Fazit
Halbtrocken und Kammergetrocknet sind zwei Wege zum gleichen Ziel: trockenes, zuverlässiges Brennholz mit einer Restfeuchte von ≤20 %. Die Wahl hängt von Ihrer Situation ab: Haben Sie Zeit und Platz, können Sie halbtrocken nachreifen lassen; benötigen Sie Stabilität und Komfort „hier und jetzt“, ist kammergetrocknet die beste Lösung. Wir unterstützen Sie bei der Auswahl, garantieren den angegebenen Feuchtigkeitswert und führen auf Wunsch eine Kontrollmessung mit dem Feuchtemessgerät bei der Übergabe durch.

